Niemand von uns hat eine Glaskugel, die uns sagen kann, wie Schulzendorf in acht oder 18 Jahren aussehen wird. Wer Visionen und Ziele hat, kann bei der Umsetzung scheitern. Aber wer keinen Plan hat, verzichtet darauf, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Ich nenne Ihnen fünf Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen und die ich mit Ihnen und anderen bis 2025 gerne anpacken will.

  1. Miteinander – Füreinander.
    Ich will eine bürgerfreundliche Verwaltung und eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung.
  2. Ein lebenswertes Schulzendorf für Jung und Alt
    Ich will ein attraktives Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebot für Familien, Jugendliche und Senioren.
  3. Für eine behutsame Ortsentwicklung
    Kein Wachstum um jeden Preis! Ich will mehr bezahlbare Mietwohnungen und eine Verbesserung der Infrastruktur (Beleuchtung, Straßen, Geh- und Radwege, Freizeitmöglichkeiten). Das Schloss und das Ortszentrum sollen attraktiver werden.
  4. Natur, Umwelt und Gesundheit schützen
    Ich will, dass wir unsere schöne grüne Umgebung erhalten. Wir müssen uns gegen Fluglärm, eine 3. Startbahn und Schadstoffemissionen wehren.
  5. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Leben füllen
    Ich will, dass wir mit Zeuthen und Eichwalde dort enger zusammenarbeiten, wo es uns allen nutzt. Dies gilt z.B. für die Verwaltung, Kita/Schule, Bauhof, Verkehr und Umwelt.

Die nachfolgenden Ideen, wie Schulzendorf im Jahr 2025 aussehen könnte, sind weder vollständig noch alleine durch den Bürgermeister oder die Verwaltung umsetzbar. Aber sie skizzieren die Richtung, die ich gehen will.

Wir haben eine neue Kultur der Zusammenarbeit entwickelt

  • Die Verwaltung hat Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert und Leitlinien für eine bürgerfreundliche Verwaltung entwickelt und umgesetzt.
  • Verwaltung, Gemeindevertretung, Vereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger haben gemeinsam Leitlinien für eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung Bürgerinnen und Bürger bringen sich konstruktiv in die Diskussion und Weiterentwicklung der Gemeinde ein.
  • Die Verwaltung wirtschaftet nachhaltig. Sie achtet systematisch auf die Nutzung von öffentlichen Förderprogrammen und rechtssichere Städtebauliche Verträge. Es gibt einen BürgerhaushaltSie bringen Ideen ein und diskutieren mit, wofür die Gemeinde Geld ausgeben soll.
  • Wir haben ein Leitbild für Schulzendorf mit den vorrangigen Zielen, Prioritäten und Umsetzungsschritten entwickelt und arbeiten an dessen Realisierung. Wir lernen von den Erfahrungen anderer Kommunen und passen die besten Lösungen auf unsere Verhältnisse in Schulzendorf an.
  • Die Gemeinde verbessert die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements und der Vereinsarbeit. Es gibt eine Freiwilligenagentur mit Unterstützungsangeboten von Bürgerinnen und Bürgern.

Wir sind ein lebenswerter Ort für Jung und Alt

  • Alle Kinder haben ausreichend und attraktive Kita-, Schul- und Hortplätze. Im Zeuthener Winkel wird eine gemeinsame Grundschule mit Hort eingeweiht und in Schulzendorf entsteht eine neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.
  • Wir haben ein öffentlich zugängliches Mehrzweck-Spielfeld mit Outdoor-Sportgeräten für Jung und Alt. Mit Hilfe eines Fördervereins, öffentlichen Zuschüssen und Sponsoren wurde ein leerstehendes Objekt von und für Jugendliche hergerichtet.
  • Es gibt mehr Sitzbänke, ein Beratungsangebot „Wohnen im Alter“ und eine Tagespflegeeinrichtung. Die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wird verbessert.
  • Die Patronatskirche hat sich über Schulzendorf hinaus zu einer beliebten Kulturstätte entwickelt. Das Parkplatzproblem ist gelöst und die Außenanlagen wurden neu gestaltet.
  • Es gibt ein weitgehend von Ehrenamtlichen getragenes attraktives Bildungs-, Sport- und Freizeitangebot, auch für lebensältere Menschen.

Es gibt eine behutsame Ortsentwicklung

  • In den bestehenden Baugebieten sind ca. 75 % der geplanten Bebauung realisiert. In Zusammenarbeit mit einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft gibt es mehr altersgerechte und bezahlbare (Miet-)Wohnungen für Alleinlebende und Senioren.
  • Es gibt einen neu gestalteten Friedhof mit neuen Bestattungsformen und ausreichenden Parkmöglichkeiten.
  • Die Freiligrath-Str. und die August-Bebel-Str. sind saniert; es gibt barrierefreie Gehwege in der Rosa-Luxemburg-Str. und in der Rudolf-Breitscheid-Str.
  • Die Dorfchronisten haben eine neue repräsentativere Liegenschaft im erweiterten Ortszentrum. Dort befinden sich auch Ärzte, ein Bistro und eine Tagespflege-Einrichtung.
  • Der Bebauungsplan für das Altdorf ist verabschiedet. Die Schlossanlage ist zum modernen Kongresshotel umgebaut. Der Schwarze Weg und der Mittenwalder Weg sind zu Fuß, mit dem Rad und zu Pferd  besser nutzbar. Es gibt eine umweltverträgliche Lösung für eine Umgehung des Altdorfs.

Natur und Umwelt werden nachhaltig geschützt

  • Als „nachhaltige Kommune“ achtet die Verwaltung bei öffentlichen Beschaffungen auf Umweltfreundlichkeit und die Einhaltung sozialer Mindeststandards. Die kommunale Bildung für eine nachhaltige Entwicklung wird verbessert.
  • Es gibt einen Umweltbeirat, der die Gemeinde in Umweltfragen berät und unterstützt. Im Naturschutzgebiet Flutgrabenaue gibt es – wie im Volkspark – „Grüne Lernorte“.
  • Es gibt in allen Straßen eine energiesparende und mit Fördermitteln kofinanzierte LED-Beleuchtung.
  • Es gibt einen Lärmaktionsplan für Schulzendorf. Der fluglärmbedingte Schallschutz ist auch im neuen Tagschutzgebiet und in öffentlichen Gebäuden gewährleistet. Das Engagement für ein Nachtflugverbot von 22-6 Uhr war erfolgreich. Planungen für eine dritte Startbahn am BER konnten durch breiten Protest der Schönefelder Umlandgemeinden verhindert werden.
  • Die Taktzeiten der Busverbindungen nach Schönefeld, Königs Wusterhausen, zum A-10-Center und zu den S-Bahnhöfen Zeuthen und Eichwalde sind so attraktiv, dass mehr Menschen ihr Auto stehen lassen.

Die interkommunale Zusammenarbeit ist mit Leben gefüllt

  • Die Bürgermeister von Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf stimmen sich über zentrale Vorhaben von interkommunalem Interesse ab und treten nach außen (z.B. im MAWV, Dialogforum) vermehrt gemeinschaftlich auf. Mit Wildau, Schönefeld und Königs Wusterhausen arbeiten wir – z.B. im Rahmen eines Smart-City Konzepts – enger zusammen.
  • Zur Erreichung der gemeinsamen Zielsetzung, Verwaltungsleistungen effizient, effektiv und bürgerfreundlich zu erbringen, arbeiten die Verwaltungen enger zusammen. Es gibt eine gemeinsame Beschaffungsstelle, harmonisierte Verwaltungsabläufe und Softwareausstattung und eine gemeinsame Bürgerservice-Stelle.
  • Es gibt eine gemeinsame Grundschule mit Hort und einen gemeinsam verwalteten, personell und fuhrparkmäßig gut ausgestatteten Bauhof.
  • Es gibt einen interkommunalen Bürgerbus und ein gemeinsam entwickeltes Konzept für ein Rad-, Wander- und Reitwegenetz.
  • Die drei Gemeinden haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutrale Kommunen zu werden. Es gibt ein abgestimmtes und öffentlich gefördertes Klimaschutzkonzept mit konkreten Maßnahmen und einem interkommunalem Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten.